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Die optimale Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch

12 Mai 2011 16:30 von MAWA

Die optimale Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch - TippsÜber den potentiellen Arbeitgeber informieren

Unerlässlich ist es, dass ihr euch über den potentiellen Arbeitgeber genauer informiert. Heutzutage haben fast alle Firmen eine Seite im Internet, die als erste Anlaufstelle dienen kann. Eine weitere Möglichkeit ist, über Suchmaschinen oder spezielle News-Suchen aktuelle Informationen einzuholen.

Wer in einer Firma mit Kundenkontakt arbeiten möchte (z.B. Autohaus), sollte einfach mal als "Kunde" vorher vorbeischauen. Bei großen Unternehmen könnt ihr versuchen, euch von der Presseabteilung Material zuschicken zu lassen. Damit könnt ihr auch die eigene Überzeugungsfähigkeit testen, denn nicht jeder bekommt einfach so Material. Ihr solltet bei allen Recherchen auf aktuelle Probleme und Projekte des möglichen Arbeitgebers achten, zu denen ihr möglicherweise auch etwas beitragen könnt. "Für Ihr Projekt XY könnte ich besondere Qualifikationen einbringen, da ich in meinem Studium / bei Praktika ...".

Auf welche Fragen ihr euch einstellen solltet und welche Fragen ihr selbst stellen solltet, dazu mehr im Artikel "Typische Fragen im Vorstellungsgespräch". Vorher wenden wir uns noch einigen anderen Aspekten der Vorbereitung zu.

Umgangston

Wichtig ist auch, dass ihr euch auf das Umfeld des Unternehmens einstellt. Je nach Branche ist oft ein ganz anderer Umgangston zu erwarten. Schon innerhalb der verschiedenen Abteilungen in einem Unternehmen kann es ziemliche Unterschiede geben. In einem "jungen" Internet-Unternehmen wird ein Gespräch anders laufen, als in einer alt eingesessenen Bank. Ihr solltet euch darauf einstellen.

Kleidung

Vom Umfeld des zukünftigen Arbeitsplatzes hängt auch ab, welche Kleidung für das Bewerbungsgespräch angemessen ist. Ihr solltet euch rechtzeitig darüber Gedanken machen, sodass ihr eventuell noch passende Kleidungsstücke besorgen könnt.

Selbstverständlich ist, dass die Kleidung sauber und gepflegt sein und ihr euch darin wohlfühlen solltet. In der "Geldbranche" (Banken, Versicherungen, Consulting) ist nach wie vor zu einer konservativen Garderobe zu raten. Bei kreativeren Berufen, aber auch in "jungen" EDV-/Internet-Firmen könnt ihr euch meist lockerer kleiden.

Die Damen unter euch sollten ihre körperlichen Reize nicht zu offen zur Schau stellen – also kein bauchfreies Top mit Spaghettiträgern, keine durchsichtige Bluse ohne BH darunter und kein Minirock, der 30 cm über den Knien endet! Viele Personalfachleute - ob weiblich oder männlich - reagieren darauf ablehnend.

Frisur und Accessoires

Auch hier gilt: Gepflegt soll es sein, der individuelle Schnitt ist nicht so wichtig. Lange Haare bei Männern können gerade in alteingesessenen Firmen einen eher schlechten Eindruck machen.

Auffälliger Schmuck (insbesondere Piercings im Gesicht), aber auch dick aufgetragene Schminke oder ein aufdringliches Parfum sollten ebenfalls vermieden werden.

Wie immer gelten diese Regeln nicht fest. In einer „jungen“ Werbeagentur beispielsweise könnt ihr euch ausgefallenere Frisuren und Schmuck leisten. Letztlich solltet ihr euch nicht zu sehr verstellen müssen - sonst ist es vielleicht an sich nicht der richtige Arbeitgeber für euch.

Anreise

Beim Vorstellungsgespräch solltet ihr auf keinen Fall unpünktlich sein. Durch rechtzeitige Planung der Anreise und großzügige Zeitpuffer solltet ihr fast alle Eventualitäten ausschließen können. Ihr solltet dabei auch an Verzögerungen wie Stau, unpünktliche Bahnen, lange Wege auf dem Firmengelände oder auch - in bestimmten Branchen - Sicherheitskontrollen denken.

Bei der Konstellation zeitlich früher Termin & sehr langer Anfahrtsweg (> 200 km) solltet ihr in Betracht ziehen, bereits einen Tag vorher anzureisen und zu übernachten.

Unterlagen bereithalten

Als Gesprächsunterlagen solltet ihr die Stellenanzeige, eine Kopie der Bewerbung, die Einladung und eventuell den Personalfragebogen (falls euch dieser zugesendet wurde) bereithalten. Für alle Fälle solltet ihr alle Zeugnisse und Referenzen, die ihr in der Bewerbung erwähnt habt (und vielleicht nur als einfache Kopie angefügt hattet), als beglaubigte Kopien dabei haben. Die Originale solltet ihr grundsätzlich an einem sicheren Ort aufbewahren und nicht mit zum Termin nehmen - so könnt ihr immer wieder Kopien davon machen und diese beglaubigen lassen.

Habt ihr diese Gesprächsunterlagen dabei ist das für den Personalverantwortlichen ein Zeichen, dass ihr euch gut auf den Termin vorbereitet habt. Der erste Pluspunkt ist also schon gesammelt. Zudem können die vor euch liegenden Unterlagen dazu dienen eure Nervosität ein wenig zu senken, da sie euch evtl. ein gewisses Gefühl von Sicherheit geben.

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