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Die Initiativbewerbung - Eine sinnvolle Alternative

04 Juni 2011 17:05 von MAWA

Die Initiativbewerbung - Eine sinnvolle AlternativeKeine passende Stellenanzeige gefunden? Dann heißt es Ärmel hochkrempeln und die Initiative ergreifen. Warum eine Initiativbewerbung eine sinnvolle Alternative ist.

Wer sich gewissenhaft auf Stellenanzeigen bewirbt hat sicher gute Chancen. Aber die Sache selbst in die Hand zu nehmen, führt vielfach schneller und besser zum Ziel. Mit einer so genannten Initiativbewerbung oder Blindbewerbung zeigt ihr deutlich, dass ihr das Heft in die Hand nehmt. Denn wer mit Eigeninitiative und Ideen an das Projekt "berufliche Entwicklung" geht, wird aller Wahrscheinlichkeit nach auch unternehmensinterne Projekte mit Tatkraft und Dynamik umsetzen.



Die Vorteile der Initiativbewerbung

1. Die Qual der Wahl

Oft ist es so, dass bei den Stellenanzeigen einfach nicht der richtige Job oder der richtige Arbeitgeber dabei ist. Für eine Initiativbewerbung könnt ihr euch die Unternehmen heraussuchen, die euch wirklich zusprechen.

2. Pole Position


Dadurch, dass die Stelle nicht ausgeschrieben ist, müsst ihr euch nur gegen eine überschaubare Anzahl an Mitbewerbern durchsetzen. Somit steigen die Chancen zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.

3. Der Kreativität freien Lauf lassen


Es gibt keine Stellenbeschreibung, an der man sich orientieren kann bzw. muss. Es bleibt also gar nichts anderes übrig als Kreativität in seinem Anschreiben zu beweisen. Und genau das ist der Punkt, der bei vielen Personalern für nachhaltigen Eindruck sorgt.

Vor der Initiativbewerbung: Informationen sammeln

Doch bei allem Tatendrang gilt: Schritt für Schritt und gezielt anpacken. Geht bei der Auswahl der potenziellen Arbeitgeber, denen ihr eine Initiativbewerbung schicken wollt, systematisch vor. Branchenverzeichnisse, auch von der Industrie- und Handelskammer, sowie einschlägige Internetportale und Networking-Seiten wie Xing oder Fachzeitschriften können weiterhelfen.

Habt ihr euch ein Unternehmen ausgeguckt, holt zunächst wichtige Informationen ein: Wirtschaftskennziffern, Größe, Belegschaftszahlen, Standorte und so weiter. Dass ihr mit dem Unternehmen, bei dem ihr euch bewerbt, vertraut sein solltet, gilt für alle Bewerbungen, nicht nur für Initiativbewerbungen.

Auch bei der Blindbewerbung gilt: telefonischer Kontakt ist wichtig

Übrigens: Recherchiert für die Initiativbewerbung nicht nur auf der firmeneigenen Website, sondern auch in Pressemeldungen und anderen Rubriken. Blogs und Foren können ebenfalls Interessantes enthalten, sind aber stets mit der nötigen Distanz zu bewerten. Wenn ihr die Möglichkeit habt, besucht Jobmessen oder Fachmessen, auf denen sich Firmen präsentieren und Kontakte zu Jobsuchenden knüpfen.

Bevor ihr für die Initiativbewerbung den direkten telefonischen Kontakt zur Personalabteilung sucht, schreibt euch in Stichpunkten auf, was ihr sagen und fragen wollt. Fasst euch kurz und umreißt präzise die Botschaften, die ihr vermitteln wollt. Dass ihr dabei freundlich und ruhig auftretet, versteht sich von selbst. Firmen sind immer daran interessiert, Menschen kennen zu lernen, die couragiert Eigeninitiative zeigen und den Telefonkontakt suchen. Dadurch können erste Fragen und Anliegen rasch und mit geringem Aufwand geklärt werden. Reagiert euer Gesprächspartner auf eure Initiativbewerbung interessiert, notiert an wen genau ihr eure Bewerbung richten sollt. So habt ihr in eurem Anschreiben einen direkten Bezug, an den ihr anknüpfen könnt.

Fünf Tipps, mit denen ihr bei eurer schriftlichen Initiativbewerbung punkten könnt

1. Interessieren statt Informieren

Weckt das Interesse des Lesers, indem ihr ihm direkt mitteilt, was ihr wollt (und nicht "wünschen würdet") und was ihr bieten.

2. Fallt ruhig mit der Tür ins Haus

Nennt gleich zu Beginn eures Anschreibens die wichtigsten Fakten: Eure aktuelle Position, eure Qualifikationen und vor allem die praktische Erfahrung, die euch dazu veranlasst, nach einer neuen Herausforderung in dieser Firma zu suchen. In die Details geht ihr im Lebenslauf.

3. Nicht um den heißen Brei herum reden

Bezeichnet genau den Job, den ihr euch vorstellt und was gerade euch dafür auszeichnet. Nennt die Schwerpunkte eurer Ausbildung und/oder eurer bisherigen beruflichen Tätigkeit. Leere Phrasen sind hier unerwünscht.

4. In der Kürze liegt die Würze

Ein Bewerbungsanschreiben sollte nie und erst recht nicht bei einer Initiativbewerbung länger als eine Seite sein. Wer auf den Punkt kommt, hat schon halb gewonnen. Zur Klärung von Detailfragen gibt es beim Vorstellungsgespräch noch genügend Gelegenheit. Euer primäres Ziel ist es, den Personaler erst einmal dazu zu bringen, sich für euch zu interessieren und über einen möglichen Einsatz eurer Arbeitskraft nachzudenken.

5. Nicht schmeicheln, sondern zeitgemäß auftreten

Verzichtet bei der Initiativbewerbung auf überflüssige Schmeicheleien wie "Ihre Firma ist mir als die beste der Branche bekannt" oder "Ich würde mich freuen, wenn Sie mir ein wenig Ihrer geschätzten Zeit schenken würden". Dieser Stil ist von vorgestern und heute nicht mehr angebracht.

Ein sehr wichtiger Punkt ist die zudem Authentizität. Denn nur wer über die eigenen Stärken und Schwächen reflektiert und sich selbst wahrnimmt, wie er ist, kann nach außen hin authentisch wirken.

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