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Die Gestaltung des Lebenslaufs - Tipps zum Layout

11 Mai 2011 23:57 von MAWA

Die Gestaltung des Lebenslaufs - Tipps zum LayoutDie meisten Personalchefs schlagen in der Bewerbungsmappe als erstes den Lebenslauf auf. Wenn der nicht auf Anhieb überzeugt, lesen sie gar nicht erst weiter.


Der Lebenslauf ist mittlerweile wichtiger als das eigentliche Anschreiben. Unter Personalern gilt die goldene Regel, dass man einen Bewerber aufgrund seines Lebenslaufs einstellen können muss. Er muss enorm aussagekräftig sein. Die Zeiten des „normalen Lebenslaufs“ sind daher vorbei. Zwar wird er noch immer tabellarisch verfasst, aber der Stil ist angelsächsischer geworden. Das bedeutet, dass der Lebenslauf wesentlich tätigkeitsbezogener geworden ist und auch nicht mehr zwingend chronologisch vorwärts gewandt geschrieben wird. Das, was man kann und gemacht hat, soll sofort ins Auge springen. Und dabei gilt: Im Lebenslauf transportiert man sein Selbstbild. Und das sollte so aussagekräftig und für den Personaler so prüfungsfreundlich wie möglich sein. Beim Erstellen des Lebenslaufs sollte man sich also viel Zeit nehmen. Er ist quasi die erste Arbeitsprobe, die ein Bewerber abliefert.

Tipps zum Inhalt des Lebenslaufs


Personalreferenten merken sofort, wenn sie ein 08/15-Schreiben vor sich haben, das lieblos heruntergeschrieben wurde und auf jede Stelle gleich gut oder schlecht passt. Ihr solltet deshalb nur Unikate verschicken, die ihr auf die jeweilige Firma und die Anforderungen individuell zuschneidet. Das signalisiert ihr beispielsweise mit branchenspezifischem Fachvokabular oder indem ihr Schlüsselwörter aus dem Anzeigentext wieder aufnehmt.


Konkrete Angaben über die bisherigen Tätigkeiten

 Ein Lebenslauf soll wichtige Stationen in ihrem bisherigen Leben wiedergeben, damit sich der Personalreferent ein Bild von ihren Qualifikationen und Erfahrungen machen kann. Dazu gehören selbstverständlich berufliche Stationen. Fangt mit der aktuellen Stelle an. Führt in Stichpunkten die Schwerpunkte Eurer Tätigkeit und besondere Erfolge auf.

Belege für angeführte Tätigkeiten

 Alle Angaben über berufliche Tätigkeiten solltet ihr durch Arbeitszeugnisse oder -bestätigungen belegen können. Das bedeutet nicht, dass diese alle der Bewerbung beigelegt werden. Nur diejenigen für den angestrebten Beruf sind wichtig. Alle anderen kann man auflisten und für Nachfragen beim Vorstellungsgespräch bereithalten. Hier gilt „Qualität statt Quantität“. Ein Zwischenzeugnis des aktuellen Arbeitgebers ist nicht erforderlich und wird auch nicht erwartet, da dieser Verdacht schöpfen könnte, dass ihr wechseln wollt.

Offen mit Lücken im Lebenslauf umgehen

Das wichtigste Kriterium für einen gelungenen Lebenslauf ist seine Lückenlosigkeit. Freiräume von ein bis zwei Monaten kann man ganz leicht als „Stellensuche“ oder „Bewerbungszeit“ deklarieren. Man sollte darauf achten aktiv zu formulieren und nicht einfach „Arbeitslosigkeit“ anzuführen. Leerzeiten, die drei Monate überschreiten, müssen begründet werden. Dazu zählt ein Erziehungsjahr ebenso wie ein längerer Aufenthalt im Ausland. Der bringt außerdem positive Aspekte mit sich, weil der Bewerber dadurch ja seine Sprachkenntnisse verbessert hat. Zeitliche Lücken dürfen nicht verschwiegen oder durch Erfindungen gefüllt werden.

Vorsicht bei Hobbys

Überlegt euch, welches Bild durch die Angabe der Hobbys von euch entsteht und ob diese zu Eurer Bewerbung um den Arbeitsplatz passen. Man sollte sie nur angeben, wenn sie dem Beruf dienlich sind oder ein Ehrenamt implizieren.

Sprachkenntnisse realistisch einschätzen

Bei Sprachkenntnissen sollte der Grad der Kenntnisse genannt werden. Dabei sind bei Fremdsprachen folgende Abstufungen üblich: Muttersprache, sehr gute bis gute Kenntnisse
in Wort und Schrift, Grundkenntnisse. Wer sich auf Italienisch gerade mal einen Espresso bestellen kann, sollte auf die Angabe von Italienischkenntnissen besser verzichten.                                                                             

Die wichtigsten Grundlagen für das inhaltliche Gerüst sind:     

1. Persönliche Daten
  • Vor- und Zuname, evtl. Geburtsname
  • Anschrift mit Telefonnummer und E-Mail
  • Geburtsdatum, Geburtsort
  • Familienstand
  • Zahl und Alter der Kinder (mit dem Hinweis „versorgt“ falls sich während ihrer Arbeitszeit jemand darum kümmert)
  • Religionszugehörigkeit (nur wenn arbeitsplatzbezogen wichtig)
  • Staatsangehörigkeit (nur bei Ausländern)


2. Berufserfahrung, bei Einsteigern Praxiserfahrung aus Praktika oder Hochschule            kostenlos Studenten Kreditkarte Konto Rabatte card4students

  • Arbeitgeber (unbedingt auf die korrekte Rechtsform achten!) und Ort
  • Abteilung und Position
  • Kurzbeschreibung von zwei bis fünf Tätigkeitsbeispielen, ruhig als Aufzählung (bei der Auswahl der Beispiele darauf achten, was gut zur neuen Stelle passen könnte)

3. Schule und Ausbildung/Schule und Studium

  • Die Schulzeit kann anhand eines Datums aufgeführt werden: mittlere Reife an der Max-Planck-Realschule, dazu das Datum des Abschlusszeugnisses
  • Zivildienst/Wehrdienst/soziales Jahr
  • Ausbildungsbezeichnung, Ausbildungsort, kennen gelernte Bereiche, Abschluss
  • Hochschulstudium (Studiengang, Universität, Abschluss und Abschlussnote, Schwerpunkte und Thema der Abschlussarbeit)

4. Zusatzqualifikationen

  • Sprachen
  • PC-Kenntnisse (darauf achten, die Angaben der Stellenbeschreibung anzupassen. Wenn gute Kenntnisse in MS Office verlangt werden, schreibt man in den Lebenslauf auch „gute Kenntnisse in MS Office“ – sofern es zutrifft)
  • besondere Führerscheine, Personenbeförderungsscheine

5. Fort- und Weiterbildung (nicht für Berufseinsteiger)

  • Seminare, die über den Beruf hinausgehen (Solche Qualifikationen zeigen, dass man Lernbereitschaft mitbringt und über den eigenen Tellerrand schauen kann)
  • Studenten, die in anderen Fachrichtungen Zertifikate erworben haben, sollten das aufführen

6. Auslandsaufenthalte

7. Hobbys in Sonderfällen

Hier findet ihr ein Beispiel für die Gestaltung des Lebenslaufs.

Bildquelle: Uli Carthäuser / pixelio.de
www.pixelio.de

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