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Die Form des Anschreibens - Tipps zum Layout

09 Mai 2011 08:00 von MAWA

Die Form ist beim Anschreiben nicht wichtiger als der Inhalt, aber sie kann ein Ausschlusskriterium sein. Überraschenderweise unterschätzen viele Bewerber die Bedeutung der äußeren Form wie Orthographie, Schriftbild und Vollständigkeit der Unterlagen. Und so finden sich die formalen Mängel mit 21 Prozent auf Platz eins der Liste der häufigsten Fehler bei Bewerbungen.

Eine verbindliche Vorschrift über die Länge gibt es nicht, wir empfehlen euch jedoch nicht über eine Din-A4-Seite hinauszugehen. Die besten Anschreiben kommen in drei bis vier Absätzen auf den Punkt.


Welche Angaben müssen in was für einer Form gemacht werden?

Links oben auf der Seite sollte in der Regel der Absender stehen. Folgende Daten sind unbedingt anzugeben:

- Vorname
- Nachname
- Straße und Hausnummer
- Postleitzahl und Ort.

Auf Kontaktdaten wie Telefonnummer oder E-Mail Adresse kann in diesem Bereich verzichtet werden. Diese Informationen sollten bestenfalls auf dem Deckblatt angegeben werden.

Weiter geht es ca. zwei Zeilen darunter, linksbündig: Hier wird der Empfänger samt Firmennamen, Abteilung, Ansprechpartner und Anschrift angeführt. Wiederum zwei Zeilen darunter werden auf der rechten Seite Ort und Datum vermerkt. Nach ca. drei weiteren Leerzeilen steht linksbündig der Betreff – formatiert in „fetter“ Schrift. Hier sind Formulierungen wie „Bewerbung auf die Stelle als Bürokauffrau“ oder „Ihre Stellenanzeige vom 12. März 2011 in der Süddeutschen Zeitung“ gängig. Die Anmerkung „Betreff:“ am Anfang der Zeile ist heute nicht mehr üblich.Die Form des Anschreibens - Tipps zum Layout

Im Anschreiben ist es wichtig, dass DIE Person angesprochen wird, die in der Stellenanzeige genannt ist. Vorsicht ist geboten wenn euch der Name des Ansprechpartners in der Schreibweise nicht bekannt ist. Kein Herr Meier möchte als „Frau Mayer“ angeschrieben werden. In diesem Fall solltet ihr statt eines falschen Namens lieber „Sehr geehrte Damen und Herren“ verwenden. Noch besser ist, wenn ihr euch telefonisch nach dem richtigen Ansprechpartner und dessen korrekter Namensschreibweise erkundigt. Das liefert auch einen Anknüpfungspunkt für die Bewerbung: „Wie mir Ihre Kollegin, Frau Müller, in einem freundlichen Telefonat mitteilte, …“ zeigt ernsthaftes Interesse an der ausgeschriebenen Stelle. Die namentliche Erwähnung von Frau Müller klingt sympathisch und aufmerksam und bringt zudem gleich eine gute Einleitung.

Unbedingt ist auch darauf zu achten, dass die Firmenanschrift richtig geschrieben ist, die Groß- und Kleinschreibung ist auch bei ausgefallenen Firmennamen zu übernehmen. Aus der korrekten und sorgfältigen Aufbereitung aller Daten in der Bewerbung ziehen Personalverantwortliche erste Rückschlüsse auf die Arbeitsweise des potenziellen neuen Mitarbeiters. Macht ihr also zu viele Flüchtigkeitsfehler, unterstellt euch der Personaler mit großer Wahrscheinlichkeit, dass ihr auch im Berufsalltag zu einer schludrigen Arbeitsweise neigt.

Hier findet ihr ein Beispiel eines konservativen Anschreibens.

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