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Das Auftreten beim Vorstellungsgespräch

13 Mai 2011 22:20 von MAWA

Das Auftreten beim Vorstellungsgespräch - TippsDas Auftreten beim Vorstellungsgespräch

Die folgenden Tipps mögen manchen nach dem Motto "das schaffe ich doch nie" erschrecken. Sie sind aber nicht so zu verstehen, dass man sie einhalten "muss" sondern dienen lediglich der Orientierung. Es gibt kaum jemanden, der all diese Punkte in der Realität und unter dem Druck eines Vorstellungsgesprächs umsetzen kann. Wenn ihr also euer Auftreten an ein paar Stellen verbessern könnt, ist das schon ein großer Erfolg.

Selbst wenn ihr vieles am eigenen Auftritt verbessern könnt, solltet ihr euch dabei nie völlig verstellen müssen. Auch daher sollen die folgenden Tipps nicht so zu verstehen sein, dass ihr euch an alle Details halten müsst. Am besten versucht ihr, Dinge zu vermeiden oder zu ändern, die ihr selbst schon immer als störend an euch selbst empfunden habt.

Start - Begrüßung

  • Mit vollem Namen vorstellen.

  • Falls die Hand entgegengestreckt wird, mit einem kräftigen Händedruck reagieren. Dabei nicht übertreiben (je nach Gegenüber entsprechend dosieren), aber auch nicht lasch, sonst könnte das als Willensschwäche interpretiert werden. Keinesfalls einen Händedruck aufdrängen – manche/r Personalverantwortliche vermeidet das.

  • Grundsätzlich auf ausreichende Distanz achten, ohne distanziert zu wirken. Wer zu dicht auf die Pelle rückt, kann Aggressionen wecken.

  • Erst nach Aufforderung hinsetzen bzw. ruhig auch selbst fragen wo man Platz nehmen darf.

  • Den Namen des Gesprächspartners einprägen und im Gespräch gelegentlich einbringen. Falls der Name anfangs nicht verstanden wird, sofort nachfragen.

  • Eine angebotene Zigarette o.ä. besser höflich ablehnen. Keinesfalls ungefragt selbst eine Zigarette anzünden und auch die Frage lieber vermeiden, sondern sich das ganze verkneifen!

  • Ohne Zögern kann ein angebotenes (alkoholfreies!) Getränk angenommen werden.

Im Gespräch

  • Aktiv zuhören - deutlich über 50% selbst reden. Schließlich ist es ein Vorstellungsgespräch, der Arbeitgeber möchte etwas erfahren und nicht die ganze Zeit selbst reden müssen. Allerdings sollte man auch nicht das Gespräch an sich reißen.

  • Auch wer gar nicht so oft zu Wort kommt, muss nicht zunehmend ein schlechtes Gefühl bekommen. Manche Personalchefs reden eben gern. Gibt man ihnen das Gefühl, aufmerksam zuzuhören, genügen schon einige kluge Bemerkungen, um zu überzeugen.

  • Auf die Fragen des Gegenübers eingehen und ihnen nicht etwa ausweichen (wenige Ausnahmen bestätigen die Regel).

  • Ist etwas unverständlich, dann höflich nachfragen. Das ist besser, als mit zunehmend verunsichertem Blick dazusitzen.

  • Floskeln wie "Sag ich mal ..." oder Worte wie "man" vermeiden.

  • Auf die eigene Körpersprache achten. Man sollte die Arme nicht verschränken oder Barrieren aus Kaffeetassen, Schreibblock oder anderem aufbauen. Beides wirkt abwehrend.

  • Selbstbewusstsein strahlt man auch dadurch aus, dass man Blickkontakt hält - ohne dabei zu starren.

  • Entspannt, aber nicht breitbeinig dasitzen, ohne die Beine übereinander zu schlagen. Besser beide Fußsohlen fest auf den Boden stellen und auf der gesamten Sitzfläche sitzen - nicht nur auf der Kante oder gar mit dem Stuhl wippen!

  • Die Hände ruhig halten. Wenn sie unbedingt bewegt werden müssen, Notizen machen (gleich zu Anfang fragen, ob das erlaubt ist!).

  • Auf das Sprechtempo achten - weder zu langsam, noch (was in der Aufregung eher passiert) zu schnell.

  • Sachlich bleiben, Gefühlsausbrüche vermeiden und die eigene Ausdrucksweise kontrollieren (keine Szenesprache, keine Kraftausdrücke und möglichst keine Fremdwörter, deren Bedeutung man nur vage kennt).

 

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